Archiv für Februar 2010

Die Bahn- spitzelnder Dienstleister für Atommafia, Militär und Reiche?

Mobilität ist viel wert, gerade in einer so
vernetzten Gesellschaft wie wir sie heute
haben. Zugriff auf Mobilität ist eine Ressource
von besonderer Bedeutung. Ein
funktionierendes, ausgebautes Schienennetz,
für alle Menschen verfügbar- das wollen wir.
Doch die Realität sieht anders aus- deswegen
rufen wir auf zum

Bahnhofsaktionstag
am 11.3.2010

Ob mit Flugblättern, Transparenten, Theater, Blockaden, Kletteraktionen oder auch ganz anders-
beteiligt euch an eurem regionalen Bahnhof mit einer eigenen Aktion!

Atomtransporte

Atomkraftwerke produzieren Atommüll, der eine Million Jahre lang sicher lagern muss. Weltweit gibt es kein Endlager für
den tödlichen Abfall. Um das zu vertuschen wird der Müll immer wieder von einem Ort zum nächsten verschoben- gegen
den Widerstand vieler engagierter Menschen durchgesetzt von Bahn und Polizei. Die Bahn ist sogar selbst Miteigentümer
eines Atomkraftwerkes. Atomausstieg sofort! (www.contratom.de).

Militärtransporte
Die Bahn fungiert als Dienstleister für die Bundeswehr und transportiert Kriegsgerät. Sie ist damit mitverantwortlich für die
Kriege des deutschen Militärs. Gegen antimilitaristische Aktivist_innen geht die Bahn mit Klagen vor.
Kriege verhindern, Bundeswehr abschaffen! (www.militarismus-jetzt-stoppen.de.vu).

Bespitzelung und Mobbing, Lohndumping
Mitarbeiter_innen der Bahn berichten immer wieder über politisch motivierte Entlassungen und Mobbing bei der Bahn. Wer
politisch nicht die Linie der Bahn vertritt, oder als Bauernopfer in die Konzernpolitik passt, wird entsorgt. Alle Arbeiten, die
outgesourct werden können, werden an Subunternehmen vergeben, die möglichst billig arbeiten. Arbeitnehmer_innenrechte
verteidigen, Organisierung stärken- Mobbing entgegentreten! (Buchempfehlung: Günter Wallraff „Aus der schönen neuen
Welt“)

Privatisierungspläne
Dank der Finanzkrise ist die Privatisierung der Bahn vorerst vom Tisch- die Pläne liegen jedoch noch immer in der
Schublade und zeigen worum es der Bahnspitze geht: Gewinnmaximierung statt Bahn für alle. Die Folgen einer
Privatisierung zeigen sich in anderen Ländern: Das Schienennetz verschwindet aus der Fläche, Orte werden abgeschnitten
und die Zahl der Unfälle steigt (www.bahn-fuer-alle.de).

Einsparungen auf Kosten der Sicherheit
Nicht erst seit dem Berliner S-Bahn-Skandal ist klar: Solange es keinen öffentlichen Druck gibt, wird die Bahn weiterhin an
der Sicherheit sparen. Devise ist: Was noch fährt, bringt Kohle.

Mobilität für Reiche
Die Schnellstrecken werden weiter ausgebaut und kleine Bahnhöfe geschlossen. Es entstehen Wartebereiche für
Privilegierte, während normale Reisende frieren müssen. Fahrkarten sind unbezahlbar und Mobilität wird zum Luxus. Wir
fordern: Öffentlicher Nah- und Fernverkehr- kostenlos für alle!

Vergangenheitsbewältigung
Die unrühmlichen Kapitel der Konzernvergangenheit werden nicht
behandelt, sondern totgeschwiegen und blockiert. So hatte beispiels-
weise der an die Deportationen von Kindern im dritten Reich mahnende
„Zug der Erinnerung“ immer wieder Probleme, überhaupt die Schienen
nutzen zu dürfen und an Bahnhöfen halten zu dürfen (www.zug-der-
erinnerung.eu ).

Zeigen wir der Bahn, was wir von solch einer Politik halten!

ViSdP: R.Wiencke, Bahn-Weg 11, Hausen

Prozess gegen Antimilitaristin in FL

Zivilprozess gegen Antimilitaristin am Landgericht Flensburg am 17.2. um 14:00 Uhr

Nachdem im Dezember 2009 der Versuch, die Aktivistin Hanna Poddig wegen ihres Widerstandes gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr strafrechtlich zu belangen, vorerst scheiterte( zum Prozessbericht vom 1.12.09 in Husum ), steht nun der nächste Vergeltungsversuch vor dem Landgericht Flensburg am 17.2.2010 um 14:00 Uhr bevor. Hanna hatte sich im Februar 2008 an die Bahngleise in der Nähe eines Militärdepots in Nordfriesland gekettet , um ihrem Protest gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr Nachdruck zu verleihen. Wegen des anschließenden Polizeieinsatzes konnte ein Materialtransport der Bundeswehr für ein Manöver der Nato-Response-Force für mehrere Stunden seine Fahrt nicht fortsetzen.

Nun behauptet die Bahn, die wirtschaftlich von der Kriegslogsitik profitiert und immer noch zu 100% dem kriegführenden deutschem Staat gehört, aufgrund der Aktion im Februar habe im Sommer eine Reparatur für 14.000 Euro in Ohrstedt durchgeführt werden müssen, und Hanna müsse für den Schaden aufkommen. „Nachdem sie strafrechtlich nicht weiterkommen, versuchen die Behörden nun eben so, potientielle NachahmerInnen abzuschrecken“, sagt Hanna Poddig.

Mehr Infos, Bilder und ein Film von der Aktion:

http://husuma.zwielicht-husum.de/index.php?aktion=thema_anzeigen&menue_id=163&eintrag_id=&thema_id=&faq_id=

Vor dem Prozess finden folgende Mobilisierungsveranstaltungen in Flensburg statt:

Sonntag, 14.2. Vernetzungstreffen für ProzessunterstüterInnen und alle, die es werden wollen, um 17:00 Uhr im Infoladen Subtilus in der Norderstraße.

Montag, 15.2. Die angeklagte Antimilitaristin Hanna Poddig ließt aus ihrem Buch „Radikal Mutig“ um 20:00 Uhr im Infoladen Subtilus in der Norderstraße.

Kontakt: Hanna Poddig, 0175 976 70 27