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Infoveranstaltung „STOP G7 Lübeck“

‚Am 14. und 15. April 2015 wollen die Außenminister der G7-Staaten zu einem Gipfeltreffen in Lübeck zusammenkommen. Während sich Lübecks Bürgermeister über die „wirkliche Auszeichnung“ freut und schon die Marzipan-Häppchen für die Staatsgäste bereitstellen lässt, wollen wir mit vielfältigen Aktionen unsere Ablehnung der G7 und ihrer Politik zum Ausdruck bringen. Die „Gruppe der 7“ besteht aus den reichsten und mächtigsten Industriestaaten der Welt: USA, Kanada, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan. Ihre Berechtigung zur Beratung und Entscheidung von globalen Fragen ziehen sie allein aus ihrer ökonomischen, politischen und militärischen Vormachtstellung. Die G7 sind damit eine undemokratische Institution ohne jede Legitimation.‘

Dazu findet am 08. April um 18:oo Uhr in Die ganze Bäckerei (Hafermarkt 10) eine Infoveranstaltung des Bündnis STOP G7 statt!

see you there <3

Die Luftschlossfabrik braucht eure Unterstützung

Die Flensburger Luftschlossfabrik braucht Unterstützung um eine Räumung abzuwenden.

Onlinepetition an die Stadt Flensburg:
https://www.openpetition.de/petition/online/luftscchlossfabrik-bleibt

Inhalt:
LuftschlossfAbrik bleibt!
-

Libertäres Kulturkollektiv LuftschlossfAbrik – BLEIBT!

- Translation into ENGLISH and DANISH : www.luftschlossfabrik-flensburg.de/petition-trnsltn/ -

Die Harniskaispitze, oder die sogenannte „Liegenschaft“ Harniskai 1-3, ist seit dem 20.02.2015 aus privater Pacht wieder in die Planung der Stadt Flensburg übergegangen.

In einem ersten Gespräch mit der Stadtverwaltung, wurde das Angebot von Seiten des Sanierungsträgers vorgebracht, nach einer „konfliktlosen“ Räumung in Verhandlung über eine Zwischennutzung zu treten.

Die LuftschlossfAbrik soll jedoch bleiben, und ihre Autonomie behalten. Aus diesem Grund können wir der Stadt durch eine breite Unterstützung zeigen, dass die Solidarität und das Interesse zum Erhalt der LSF groß ist – dazu wird Deine Unterschrift benötigt!

Am Samstag 25. April 2015 um 15:00 Uhr – start Südermarkt, wird es eine „LUFTSCHLOSSFABRIK BLEIBT!“ Demonstration geben.

Wir rufen euch auf, zahlreich zu erscheinen.
Eine fahrende Bühne wird uns begleiten.
Künstler werden noch bekannt gegeben.
Bleib‘ informiert auf www.luftschlossfabrik-flensburg.de

Eine Ausstellung diverser Demoplakate mehrere Gestalter_innen und Zeichner_innen wird ebenfalls bald bekannt gegeben. Im Sinne freiheitlich motivierter Kunst.

Weiterlesen auf:
https://www.openpetition.de/petition/online/luftscchlossfabrik-bleibt

Liebe Grüße
Infoladen Subtilus

‚Gnadenlos Deutsch‘ – der Partykracher im Deutschen Haus (Flensburg)

„Gnadenlos Deutsch“ – der Partykracher im Deutschen Haus (Flensburg)

Am 14. Februar 2015 findet im Deutschen Haus in Flensburg eine Party statt.
Das ist an sich nichts besonderes, allerdings ist der Titel der Party „Gnadenlos Deutsch“ und wir finden, das es nun einer gepflegten Pöbelei bedarf. Denn die Befreiung von Auschwitz ist 70 Jahre her und das heute die Begrifflichkeiten „Gnadenlos“ und „Deutsch“ in einem solchen Zusammenhang zusammenfinden bedarf scharfer Kritik, denn für die Opfer des deutschen Faschismus war der Tod ebenso „gnadenlose“ wie „deutsche“ Realität.

Erinnern heißt Kämpfen!

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee Auschwitz und beendete damit an diesem Ort die industrielle Vernichtung von 6 Millionen Juden & Jüdinnen und die Internierung und Ermordungen von Homosexuellen, Sinti und Roma, Kommunistinnen, Behinderten und anderen Unterdrückten und Entrechteten.
Die wahnhaften Ideologen des Nationalsozialismus hofften nach der Auslöschung der Juden & Jüdinnen auf eine bessere und gerechtere Ordnung. Denn diese stellen in der nationalsozialistischen Weltanschauung die Schuldigen für alles Übel dar.

Durch den von Goebbels 1943 ausgerufenen „totalen Krieg“ zeigte sich die Beteiligung des ganzen deutschen Staatsvolks – mit Ausnahme der wenigen Widerständigen – das auch vorher bereits den Krieg und die Vernichtung mitgetragen hatte, besonders deutlich. Sie waren bewusst beteiligt, ob durch Duldung und Billigung des Zustandes oder durch die Ausführung der Morde.

Dass die Shoah in Deutschland geschah, ist weder dem Zufall noch einer bestimmten biologischen Beschaffenheit der Deutschen zuzuschreiben, sondern ergab sich aus verschiedenen geschichtlichen, polit-ökonomischen und gesellschaftlich besonders deutschen Verhältnissen. Außerdem spielten schlussendlich die persönlichen Entscheidungen der handelnden gleichgeschalteten Einzelpersonen, die in der Volksgemeinschaft aufgingen, eine große Rolle.

Unser Fazit:

Der bürgerliche Staat möchte uns mit der „Vergangenheitsbewältigung“, das Überwinden des „dunklen Kapitel in der deutschen Geschichte“ weismachen, aus dem das deutsche Volk gestärkt hervorgehe. Diese Interpretation der Geschichte vergisst die kollektive Schuld der deutschen Volksgemeinschaft und leitet daraus eine aggressiv verbale, aber auch praktische Außenpolitik ab.

Die Bildung von PEGIDA und HoGeSa, aber auch die Elsässer/Jebsen Querfront und die populistische Stärke der Alternative für Deutschland sollten uns ermahnen, die Geschichte des deutschen Faschismus nicht zu vergessen, denn diese rassistischen, sozialchauvinistischen und antisemitischen Akteure bestätigen die Kontinuität des deutschen Nationalismus und die Gefahr, die von ihr ausgeht – dagegen hilft nur ein aktives Gedenken und ein bewusster Umgang mit den Verbrechen der Deutschen während der NS Zeit.

Wer sich am Samstag den 14. Februar ins deutsche Haus begibt, um dort ausgelassen zu feiern, ist tatsächlich „gnadenlos Deutsch“.

Krieg den deutschen Zuständen! Nie wieder Deutschland!

AUS VOKÜ WIRD KÜFA*

Wie vielleicht schon einige mitbekommen haben, haben wir beschlossen, unsere monatlich stattfindende, vegane Volxküche in ‚KüchefürAlle*‘ umzubenennen, um uns direkt vom Volksbegriff zu distanzieren, der Menschen ein- und ausschließt, beherrscht, in Kategorien und Zwänge steckt & mit Staaten und Nationen einhergeht.

*weil wir nun schreiben, ‚KüchefürAlle‘, heißt das nicht, dass wir homophobes, rassistisches, sexistisches, antisemitisches, lookistisches, ableistisches oder nationalistisches Verhalten, oder Personen, die dieses Verhalten ausüben, im Infoladen tolerieren! Those people, out of the KüfA!

Verdammt, wir bleiben alle!

Infoladen SUBTILUS bleibt!

Nach über sechs monatigen Verhandlungen mit unserem Vermieter Hermann Höft ist er letzendlich auf die gestellten Forderungen eingegangen. Der Infoladen SUBTILUS wird weitere 10 Jahre als autonomer Freiraum erhalten bleiben. Das bedeutet für uns und für euch freien Zugang zu jeder Menge Infos & I-net, bei Kaffee, Tee und kalten Getränken, lesbaren Politkram, einer monatlichen VoKü und einem gut ausgestattetem Umsonstladen.Zudem die Möglichkeit für emanzipatorische Politgruppen diesen sicheren Raum für ihre Treffen zu nutzen.

Infoladen SUBTILUS empfiehlt weiterhin:

DRECKIG BLEIBEN!
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Dienstag: 16:oo – 21:oo Uhr
Mittwoch: 15:oo – 19:oo Uhr
Donnerstag: 17:oo – 20:oo Uhr
Jeden 1. Donnerstag im Monat vegane KüfA!

Zur Lage des Infoladens

In diesem Text soll es um Gentrifizierung und um Freiräume gehen. Dass Freiräume durch Gentrifizierung bedroht werden, ist schon fast ein alter Hut. Genauso wie zu erklären, was es mit Gentrifizierung auf sich hat. Deswegen verzichten wir auf lange und komplizierte Theorien, die sich mit der kapitalistischen Aneignung und Nutzbarmachung von Freiräumen beschäftigen, oder erklären wie Gentrifizierung mit der Privatisierung des Öffentlichen und der Ökonomisierung des Sozialen zusammenhängt. Stattdessen kommen wir gleich zu unserem zentralen Punkt: Dem aktuellen Kampf für den Erhalt des Infoladens in Flensburg, der im Rahmen laufender Gentrifizierungsprozesse von der Schließung bedroht ist.

Der Infoladen Subtilus, der jetzt seit ca. 10 Jahren als autonomes Projekt existiert, ist zusammen mit einigen anderen Projekten einer der wichtigsten Freiräume in Flensburg. Er befindet sich in der Norderstraße neben dem ehemaligen Norderpark. Warum ehemalig? Das Bauunternehmen Höft hat den gesamten Norderpark und die beiden sich anschließenden Häuser aufgekauft. Damit ist Hermann Höft neuer Eigentümer und Vermieter des Infoladens. Höft kauft seit einiger Zeit in Flensburg Flächen auf. Die Häuser, die dort entstehen, sind mit unter Luxuswohnungen für reiche Flensburger_innen, wie z.B. „Klar-Schiff“ (näher am Wasser geht kaum noch) oder die Stadtvillen am Wasserturm im Volkspark, für die ein gutes Drittel der Kleingartenkolonie verschwindet. Gut, Kleingartenkolonie ist nicht jedermenschs Sache, aber eine solche Umwandlung von gemieteten Kleingärten (für solche, die sich ein eigenes Grundstück mit Garten nicht leisten können) in Privatgrundstücke für Reiche ist für uns eine Umverteilung von unten nach oben. Was heißt das in Zahlen ausgedrückt? Die Preise für die Stadtvillen sollen bei 125.000€ (70m²-Eigentumswohnung) losgehen und sich bis zu 550.000€ (120m²-Eigentumswohnung) steigern. Ein 120m² großer Garten kostet dort im Jahr ca. 60€ Miete. Klingt irgendwie nach Gentrifizierung, oder?

Aber was hat der Infoladen mit den laufenden Gentrifizierungsprozessen zu tun? Nachdem Höft im Norderpark anfing zu bauen, stiegen die Mieten in der gesamten Norderstraße. Das führte dazu, dass Mieter_innen ausziehen mussten, u.a. Greenpeace und Amnesty International. Die Miete im Infoladen liegt deutlich unter dem, was Höft als Vermieter für den (jetzt aufgewerteten) Standort einnehmen könnte, würde er an eine_n andere_n Betreiber_in vermieten. Das schien einer der Gründe zu sein, warum wir eines Tages die Kündigung im Briefkasten hatten. Dann hat Höft scheinbar Muffensausen bekommen, als sein Vorarbeiter ihm (laut Hören-sagen) mitteilte, dass „er aufpassen solle, das sei Szenegebiet“. Wie auch immer. Jedenfalls hat er die Kündigung wieder zurück gezogen und sich zu zwei persönlichen Gesprächen bereit erklärt. Bei diesen Mietvertragsverhandlungen hat er sich bereits mehr oder weniger konkret auf unsere zentralen Punkte eingelassen, was z.B. die Dauer (mindestens zehn Jahre), die Miethöhe (pauschal 100€ warm) und unser Selbstbestimmungsrecht angeht. Uns gegenüber hat er ausdrücklich betont, dass er den Infoladen als „soziales Projekt“ unterstützenswert fände. Höft rückt sehr gern seine unternehmerische Tätigkeit in den Bereich des sozialen Engagements. Dafür ist ihm kein Argument zu krude oder abwegig. Die inhaltliche Arbeit, die der Infoladen macht, ist bestimmt nicht durch Höft veranlasst und wenn sein „soziales Engagement“ darin besteht, uns für das dreifache der ursprünglichen Miete nicht rauszuwerfen, ist das eine dreiste Anmaßung. Aber zurück zum Verlauf. Als sein Mietvertragsentwurf eintraf, staunten wir nicht schlecht. Von unseren ursprünglichen Forderungen stand da nichts mehr drin. Stattdessen hatten wir den unglaublichsten Knebelmietvertrag aller Zeiten vorgelegt bekommen. Einige absurde Beispiele: Plakate mit unliebsamen Inhalten, also eigentlich alle mit politischer Aussage(!) könnten Anlass zur fristlosen Kündigung sein. An mehreren Stellen des Mietvertrags wird deutlich, das alles, was gegen Höft’s Interessen steht oder ihm an inhaltlichen Themen nicht schmeckt, Gründe für eine fristlose Kündigung sein könnten. Der Mietvertrag wäre auf lediglich zwei Jahre befristet, die Miete läge bei 300€ warm und Höft würde zunächst(!) aus wohltäterischen Beweggründen 200€ dem Infoladen spenden. Höft hat sich in dem Entwurf von allen Seiten juristisch abgesichert. Wir dagegen hätten keine Chance, den Infoladen in seiner jetzigen Form als autonomen Freiraum weiter zu erhalten. Da Höft bei den Gesprächen entweder nicht zurechnungsfähig war, anschließend Gedächtnisverlust erlitten hat oder beim Aufsetzen des Vertragsentwurf nicht mehr gefragt wurde, haben wir ihm einen Gegenentwurf mit unseren zentralen Punkten geschickt.

Wir fordern einen Mietvertrag, der den Infoladen legal(!) auf Dauer, wir sprechen hier nicht von ein paar Jahren, sondern von Jahrzehnten, als Freiraum erhält. Der Infoladen soll eine Möglichkeit für mehrere Generationen von Menschen sein, sich einzubringen, auszuprobieren, sich zu verwirklichen, selbstbestimmt zu leben und ihr Umfeld auch darüber hinaus kritisch nach ihren Vorstellungen zu gestalten, also all das, wofür ein Freiraum da ist. Wir lassen uns den Infoladen nicht wegnehmen! Wir fordern Höft auf, seiner Zusage nachzukommen und unseren Entwurf zu unterzeichnen!

Wir wollen keine Gentrifizierung, nicht in der Norderstraße, nicht in Flensburg, noch sonst wo. Alle, unabhängig vom Einkommen oder von der sozialen Schicht, haben das Recht zu entscheiden, wo und wie sie in einer Stadt leben, sich bewegen oder agieren. Die Stadt gehört allen! Keine Verdrängung, kein Ausschluss, sondern Recht auf Stadt!

Die „Luftschlossfabrik“, in Flensburg passiert was…

In Flensburg entsteht seit einigen Tagen ein neues Wohn- und Kulturprojekt und braucht eure Unterstützung. Ein unschlagbar vielseitiges Gelände, eines der letzen in solch urbaner Lage direkt am Wasser wird nach mehreren Jahren sinnfreier Verwahrlosung wieder einem Zweck zugeführt. Deshalb: Kommt vorbei, bringt, Zeit, Ideen, Material, Werkzeug mit, lasst euch inspirieren, tobt euch aus. Pennplätze und Platz für Laster sind vorhanden. Jeden Tag entstehen neue Ideen, die Leidenschaft wächst, der tanzende Stern wird gerade erst geboren…

Wie, warum, wofür…

Die offensichtlich fadenscheinigen Absichten einer „Investorin“ haben dafür gesorgt, dass das Gelände am Harniskai 1-3 seit 2010 der Möglichkeit einer sinnvollen Nutzung entzogen und dem Verfall preisgegeben ist. Seit dem Rauswurf der Bewohner und Geschäftstätigen liegt das Gelände brach.

Die in Aussicht gestellten Großinvestitionen blieben aus, die Ansiedlung einer Montagefabrik für Luftboote der „Highship Industries Ltd.“ wird nicht stattfinden. Durch mannigfaltige Offenkundigkeiten wie z.B. dem von „Airbus“ kopierten Firmenprofil oder dem nicht gebauten Fertigungsstandort in Büdelsdorf hat die Stadtverwaltung die mangelnde Seriosität der „Highship Industries Ltd.“ und ihrer Schwester „Tycoon“ erkannt und beabsichtigt, den Vertrag mit der Investorin aufzulösen.

Nach verschiedentlichen Einschätzungen wird dieses juristische Tauziehen jedoch ca. fünf Jahre in Anspruch nehmen.

Solange können und wollen wir nicht warten.

Wir, die Nutzer_innen des Geländes Harniskai 1-3 sind der Meinung, dass die ebenso vielfältigen wie großartigen Möglichkeiten des Areals schon viel zu lange ungenutzt sind und haben uns entschlossen, das Problem „von unten“ anzugehen.

Etliche kulturelle und soziale Institutionen Flensburgs sind durch Etatkürzungen existenziell gefährdet.

Am Harniskai sehen wir die Chance, dieser Entwicklung entgegenzutreten.

Die Verwirklichung kultureller, künstlerischer, handwerklicher und sozialer Ideen können hier einen Raum mit beinahe unerschöplichem Potenzial finden.

Das Gelände inspiriert mit seinen brachliegenden Hallen, Wohn- und Arbeitsgebäuden und Grünflächen seit langem viele Menschen auf unterschiedlichsten Wegen.

Ein grundlegender Wunsch besteht darin, verschiedenen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Vorstellungen von gemeinschaftlichem Leben und Wohnen mit langfristiger Perspektive eigenverantwortlich zu erproben und umzusetzen.

Das Areal stellt hierfür eine optimal Basis dar, es gibt zum Einen bewohnbare Häuser, welche sich noch in einem renovierbaren Zustand befinden, des Weiteren ist ausreichend Platz für das Leben in beispielsweise Bauwägen vorhanden.

Der Erhalt und die Sanierung der Gebäude sowie des Außenbereichs sind uns wichtige Anliegen, wir halten es für inakzeptabel und unnötig, dass Gegebenheiten mit solch vielfältigen Möglichkeiten sinnentleert Vandalismus und Niedergang ausgesetzt sind, zumal der für alle nutzbare Teil des urbanen Fördeufers immer geringer wird.

Die Umsetzung dieser Idee stellt allerdings nur eine Basis dar, auf der das Projekt der

„Luftschlossfabrik“ aufbauen kann. Wir möchten das Gelände nicht alleinig für uns beanspruchen, sondern einen Platz in der Stadt schaffen, an dem sich kulturelles Leben frei und selbstverwaltet entfalten kann.

Die Visionen sind reichhaltig, um nur einige Beispiele zu nennen, möchten wir

einen Raum schaffen, in dem die Möglichkeit besteht, sich künstlerisch, handwerklich und zwischenmenschlich auszuprobieren und weiterzubilden

der Kunst einen Raum bieten für Ausstellungen und Installationen sowie Theater, Independant Kino, Konzerte und Parties

eine offene Fahrrad- und Kfz- Selbsthilfewerkstatt sowie eine Holz- und Bauwerkstatt aufbauen und zur Beteiligung Interessierter öffnen und ein Lager für recycletes bzw. recyclebares Bau- und sonstiges Material errichten

Formen der autarken Energieversorgung erproben und handwerklich umsetzen

einen Jugendtreff sowie eine Begnungsstätte in Form eines Cafes o.ä. schaffen

Proberäume einrichten sowie einen Sportraum, ohne auf Vereinsstrukturen angewiesen zu sein

uns an einem offenen Garten zum Mitmachen versuchen

„Wir“, die Nutzer_innen des Harniskai 1-3 respektive der „Luftschlossfabrik“ sind keine geschlossene Gruppe, sondern ein loser Zusammenschluss von Personen, denen der Erhalt des Geländes und seine sinnvolle Nutzung auf Basis der beispielsweise oben genannten Ideen ein Anliegen ist. Wir hoffen auf rege Beteiligung und Anregungen Interessierter und freuen uns über Mitstreiter_innen.

Es ist Deine, Unsere, Eure Stadt, lasst uns was draus machen…

…die Nutzer_innen des Harniskai 1-3

Norderstrasse Flensburg was passiert denn da?

Der Infoladen Subtilus ist ein kleiner Raum in dem vieles angeboten wird, wie z.B. die monatliche Volx-Küche, ein Umsonst-Laden, ein Archiv mit diversen politischen Inhalten der letzten 20 Jahre, selbst gestaltete Klamotten, Aufnäher, CDs, Schallplatten, Bücher und Zeitungen, Infoveranstaltungen, sowie aktuelle Infos zu laufenden Projekten und Kampagnen. Außerdem gibt es die Möglichkeit einen PC, samt Drucker und Internet frei zu nutzen. Seit kurzem bieten wir euch auch an unseren Wlan-Hotspot mit zu nutzen. Während der Öffnungszeiten könnt ihr gerne auf eine Tasse Tee oder Kaffee rein schauen und mit uns gemütlich über die Welt reden, oder einfach eine Zeitung lesen. Außerdem stellt der Infoladen Menschen und Gruppen einen Raum zur Verfügung um sich zu treffen, sich auszutauschen und gemeinsam etwas zu bewegen. Das alles ist hier seit 2004 möglich.
Unser Vermieter, hat uns nun zum 31.08.13 gekündigt, was aber vorraussichtlich erst zum 31.12.13 rechtskräftig wird. Ab dann wird es den Infoladen in seiner jetzigen Form in der Norderstraße wahrscheinlich nicht mehr geben können. Der Infoladen begreift sich als Teil einer emanzipatorischen Gegenöffentlichkeit und will Menschen den freien Austausch von Ideen, Träumen und Lebensformen ermöglichen: sei es einen Weg abseits von Verwertungslogik auf dem Arbeitsmarkt und in der Freizeit, oder ein offensiven Umgang mit alltäglichem Rassismus und sexistischen Zuständen.
Daher sehen wir diese Kündigung auch als Versuch der Verdrängung von alternativen Inhalten und Lebensformen aus dem Innenstadtbereich. und nehmen an, dass der geplante Abriss der Norderstraße 41 mitsamt des Infoladens, des Skateshops Caramba und der Wohnungen ein weiterer Schritt der Umstrukturierung der Norderstraße darstellt, mit dem Ziel einer Annäherung an die Verhältnisse der Fußgängerzone. Diese wurde vor einigen Jahren teuer renoviert und die Straße letztlich weitestgehend privatisiert. Am Südermarkt wurden für den Neubau der Flensburger Galerie mehrere denkmalgeschützte Häuser abgerissen. Wirtschaftliche Interessen stehen also nicht nur in Flensburg oft über den Interessen der AnwohnerInnen oder des Denkmalschutzes. Baulärm ab 6 Uhr früh und Ungewissheit über eventuelle Aufwertung des eigenen Hauses* und somit steigende Miete sind Einschränkungen der Lebensqualität für viele in der Norderstraße. Genau wie der Infoladen es schwer haben wird einen neuen Raum zu finden, der ähnlich gut gelegen ist und für eine unkomerzielle Nutzung erschwinglich ist, wird eine Aufwertung der Straße auch Menschen treffen, die sich gezwungen sehen werden, umzuziehen, da die steigende Miete nicht mehr zahlbar ist.

* Wie es z.B. in der Schlossstraße und in der Harrisleerstraße passiert ist. In der Schlossstraße wurden teilweise lediglich die Fassaden erneuert um höhere Miete einzufordern. Auch in der Toosbuystraße sind jetzt schon Auswirkungen der Aufwertung in Form von steigenden Mieten zu spüren.

Prozesstraining im Infoladen

Wer sich gegen Bußgelder oder Strafbefehle vor Gericht wehren möchte, sollte das nicht gänzlich unvorbereitet angehen. Wer lernen möchte, sich und andere vor Gericht zu verteidigen hat dazu Anfang Februar in Flensburg im Infoladen Subtilus die Chance:

prozesstraining_flensburg_flyer

 

12.12.12 Lesung am internationalen Solidariätstag für „Pussy Riot!“

Für den 12.12.2012 wurde ein internationaler Solidaritätstag für die Pussy Riot!-Frauen vom Internationalen Literaturfestival in Berlin ausgerufen.

Pussy Riot Lesung Flyer

Der Infoladen Subtilus unterstützt diesen Tag mit einer Lesung aus dem Buch Pussy Riot! Ein Punk-Gebet für Freiheit“. Die Lesung beginnt um 19 Uhr.

Das Buch enthält Briefe, Plädoyers, Erklärungen und Gedichte der drei Künstlerinnen, die von der russischen Willkürjustiz zu zwei Jahren Straflager verurteilt wurden. Die Texte bieten ein bedrückendes Bild der „russischen Demokratie“, vom Filz zwischen Staat und Kirche, von der Realität im Gerichtsverfahren und im Gefängnisalltag — sie zeigen aber auch, wie mutig und stark der Widerstand dieser Frauen ist.